Im Salon der „Roten Baronin“
Jonas Philipp – Violine / Maximilian Schairer – Klavier
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 296
Allegro vivace – Andante sostenuto – Rondo: Allegro
Frédéric Chopin (1810–1849)
Nocturne Es-Dur op. 9 Nr. 2
Mazurka f-Moll op. 63 Nr. 2
Mazurka h-Moll op. 30 Nr. 2
Amelie de Miloberoia
La Iglesia Nevada
Edward Elgar (1857–1934)
Salut d’amour op. 12
Jules Massenet (1842–1912)
Méditation aus der Oper Thaïs
Fritz Kreisler (1875–1962)
Liebeslied
Liebesfreud
Schön Rosmarin
Ausklang im Foyer – im Sinne des Salons der „Roten Baronin“
Wer war die „Rote Baronin“?
Auf der Suche nach besonderen Stücken stießen die beiden Interpreten des Abends durch einen glücklichen Zufall auf einen musikalischen Schatz im Besitz von Philipps Vater: den Nachlass der Roten Baronin Amelie de Miloberoia.
Sie studierte in den 1920er-Jahren in Paris bei Georges Enescu, emigrierte später nach Buenos Aires und gründete dort einen mondänen Salon nach Pariser Vorbild. Ihre Skandale waren ebenso berüchtigt wie die Namen der Künstler, die bei ihren Soiréen auftraten – unter ihnen sollen auch Arthur Rubinstein und Jascha Heifetz gewesen sein.
Auf dem Speicher der 1936 verstorbenen Baronin fanden sich mehr als 500 Stücke für Violine und Klavier – u. a. von Albéniz, Turina, Ravel, Debussy und Chopin, teils als Bearbeitungen. Auch eine Eigenkomposition war darunter: La Iglesia Nevada, ein fester Bestandteil ihrer Salonkonzerte.
Pressestimmen
„Wenn die beiden sich mit Leidenschaft und Spiellust aufs Repertoire einlassen, dann entsteht eine Interaktion auf Augenhöhe, gepaart mit Spielfreude, die keine Grenzen kennt.“ – Klassik-heute
„Ein magischer Abend.“ – Europamusicale, Münchener Konzertverein
Fragen?